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Medizin & Sport
Laufen als Gesundheits-
und Breitensport
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Laufen als Gesundheits- und Breitensport
Laufen ist gesund diese Binsenweisheit
ist durch zahlreiche wissenschaftliche
Untersuchungen gesichert. So verbessert
das Laufen als Ausdauerübung die
Herz-Kreislauf-Leistung, senkt den Cholesterinspiegel,
übt einen positiven Einfluss sowohl
auf einen zu niedrigen als auch zu hohen
Blutdruck aus, stärkt den Bewegungsapparat
und die Immunabwehr, fördert den
Calciumstoffwechsel und die maximale
Sauerstoffaufnahme. Dies sind nur einige
der nachgewiesenen positiven Auswirkungen
der Ausdauersportarten im Allgemeinen
und des Laufens im Besonderen.
Lauftherapie
Weniger gebräuchlich ist bislang
das Laufen als regelrechte Lauftherapie.
Hierbei wird der Laufsport als unspezifische
Therapieform genutzt, um nicht nur dem
allgemeinen Bewegungsmangel mit Folgeproblemen
wie Kurzatmigkeit und Übergewicht
abzuhelfen, sondern auch um Beeinträchtigungen
wie depressive Verstimmungen, geringes
Selbstwertgefühl und Suchtprobleme
zu behandeln. Durch die vom Deutsche
Lauftherapiezentrum angebotene Ausbildung
sind inzwischen in vielen Regionen Lauftherapeuten
tätig, die Klienten nicht unter
sportlichen, sondern therapeutischen
Gesichtspunkten an das Laufen heranführen.
Walking
als Alternative
Nicht für jeden Patienten ist der
Laufsport der ideale Gesundheitssport.
Speziell für Personen mit Übergewicht
oder orthopädischen Problemen kann
das weniger belastende Walking die bessere
Alternative sein. Da auch die durch
das Laufen hervorgerufenen Stauchbelastungen
beim Walking sehr viel geringer ausfallen,
treten auch die bekannten Sportverletzungen
wie Achillessehnen-Entzündung,
Schienbeinkantensyndrom, Reizknie oder
Fersensporn-Syndrom weitaus seltener
auf. Sollten Walker später dann
doch eine anspruchsvollere sportliche
Betätigung wünschen, können
sie zum Laufen übergehen oder sich
an einer der anstrengenderen Walking-Varianten
versuchen.
Der
richtige Schuh
Ob Laufen oder Walking der richtige
Sportschuh sollte es schon sein. Speziell
bei Fußfehlstellungen (Über-
oder seltener Unterpronation) sind korrigierende
Schuhe wichtig, um ungünstigen
Belastungen vorzubeugen. Für den
Lauf in der Stadt empfiehlt sich zudem
eine ausgeprägte Dämpfung.
Leider werden im Handel oft nicht die
richtigen Schuhe empfohlen oder Schuhe
mit ungünstigen Eigenschaftskombinationen
angeboten. Hier kann der Arzt Läufer
unterstützen, indem er eventuell
vorhandene Fußfehlstellungen diagnostiziert
und auf die Notwendigkeit korrigierender
Sportschuhe hinweist. Unter Umständen
können darüber hinaus auch
orthopädische Einlagen erforderlich
sein.
Das
Training
Für die Trainingspraxis ist es
sehr nützlich, sich mit den grundlegenden
Prinzipien des Trainings vertraut zu
machen. So ist Training nichts anderes
als die Anpassung eines biologischen
Systems an eine erhöhte Belastung.
Wobei sich dieser Anpassungsprozess
durch Anwendung einiger einfacher Leitsätze
besonders effizient gestalten lässt.
Der wichtigste Grundsatz ist die Regelmäßigkeit
dreimal pro Woche ist genau richtig.
Hinzu kommen wenige weitere Leitlinien,
wie stufenförmiger statt linearer
Erhöhung von Trainingsumfang und
-intensität sowie der Wechsel von
Belastungen. Dies sind auch die wesentlichen
Grundlagen, auf denen die Trainingspläne
in der Fachliteratur basieren. Eine
weitere nützliche, wenn auch sicher
nicht unentbehrliche Trainingsunterstützung,
ist die Herzfrequenzmessung. Sie hilft
dabei, gezielt in einem gewünschten
Trainingsbreich zu laufen, wobei der
prozentuale Abstand zum Maximalpuls
als Maßstab verwendet wird.
Weitere
nützliche Hinweise aus der Trainingspraxis
gibt Dr. Stefan Weigelt, Trainingswissenschaftler
und selbst aktiver Marathon- und Ultraläufer,
im Interview.
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